Druckverfahrenberater

Welches Druckverfahren ist für mein Motiv geeignet?
Welches Druckverfahren am besten passt, hängt vor allem von drei Faktoren ab: Auflage, Anzahl der Druckfarben und Motivkomplexität. Eine pauschale Antwort gibt es deshalb nicht. Es gibt jedoch klare Anhaltspunkte, an denen du dich orientieren kannst.
Grundsätzlich gilt: Je größer die Auflage und je einfacher das Motiv, desto eher lohnt sich der Siebdruck. Je kleiner die Auflage und je komplexer oder farbiger das Motiv, desto eher ist Digitaldruck die passende Wahl.
Auflage der Produkte
Die bestellte Menge ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Wahl des Druckverfahrens.
Beim Siebdruck entstehen feste Vorkosten, etwa für Siebe und Filme. Diese verteilen sich auf die gesamte Auflage. Dadurch sinkt der Stückpreis mit steigender Bestellmenge deutlich. Je höher die Auflage ist, desto wirtschaftlicher wird der Siebdruck.
Beim Digitaldruck fallen diese fixen Einrichtungskosten nicht in derselben Form an. Deshalb ist dieses Verfahren besonders bei kleineren bis mittleren Mengen oft die günstigere und unkompliziertere Lösung.
Bei Prinovia liegt die Mindestmenge im Siebdruck bei 50 Produkten. Digitaldruck (DTG und DTF) und Stick sind bereits ab 1 Stück möglich.
Als grobe Orientierung gilt:
Bis etwa 100 Stück ist Digitaldruck in vielen Fällen die günstigere und geeignetere Wahl. Ab höheren Mengen kann Siebdruck wirtschaftlicher werden, abhängig vom Motiv und der Farbanzahl.
Anzahl der Druckfarben
Auch die Anzahl der Farben im Motiv beeinflusst, welches Verfahren besser geeignet ist.
Grundsätzlich gilt: Je mehr Druckfarben ein Motiv enthält, desto eher spricht das für Digitaldruck.
Mehrfarbige Motive lassen sich im Digitaldruck meist einfacher und wirtschaftlicher umsetzen, vor allem bei kleineren Auflagen. Im Siebdruck steigt der Aufwand mit jeder zusätzlichen Farbe, da diese einzeln vorbereitet und gedruckt werden muss.
Wenn dein Motiv viele unterschiedliche Farben enthält, ist Digitaldruck daher oft die bessere Wahl. Im Siebdruck können standardmäßig bis zu 9 Vollfarben umgesetzt werden.
Farbverläufe und komplexe Motive
Sobald ein Motiv Farbverläufe, fotorealistische Elemente oder sehr feine Abstufungen enthält, ist in der Regel Digitaldruck zu empfehlen.
Das gilt vor allem für:
- Fotos
- Illustrationen mit weichen Übergängen
- vollfarbige Motive
- komplexe Designs mit vielen Details
Solche Motive lassen sich digital meist direkter und sauberer umsetzen. Bei sehr hohen Auflagen kann alternativ auch ein Rastersiebdruck sinnvoll sein. Das ist jedoch eher bei größeren Stückzahlen relevant.
Als grobe Orientierung gilt: Bei vollfarbigen Motiven mit Farbverlauf kann ab etwa 500 Stück auch Siebdruck beziehungsweise Rastersiebdruck wirtschaftlich interessant werden.

Wann ist welches Druckverfahren sinnvoll?
Zur einfachen Einordnung helfen diese Beispiele:
- 50 T-Shirts, unabhängig von der Farbanzahl: meist Digitaldruck
- 100 T-Shirts mit einfachem Motiv: häufig noch Digitaldruck
- 250 T-Shirts mit vollfarbigem Motiv und Farbverlauf, zum Beispiel ein Foto: meist Digitaldruck
- 500 T-Shirts mit vollfarbigem Motiv und Farbverlauf: je nach Motiv kann Siebdruck wirtschaftlicher werden
Wichtig ist: Diese Beispiele dienen nur als Orientierung. Welche Lösung im Einzelfall besser ist, hängt immer vom konkreten Motiv und der gewünschten Stückzahl ab.
Die wichtigste Faustregel
Wenn du eine schnelle Entscheidungshilfe suchst, kannst du dich an dieser einfachen Regel orientieren:
- kleine bis mittlere Auflagen: eher Digitaldruck
- hohe Auflagen mit einfachem Motiv: eher Siebdruck
- viele Farben oder Farbverläufe: eher Digitaldruck
- große Mengen mit klaren Vollfarben: eher Siebdruck
Im Zweifel entscheidet der Preiskalkulator
Wenn du dir nicht sicher bist, welches Druckverfahren für dein Motiv am besten geeignet ist, ist der einfachste Weg der Preiskalkulator. Dort lässt sich schnell prüfen, welche Variante für dein Motiv und deine Auflage preislich sinnvoll ist.
